Das gefälschte Jobangebot
Homeoffice-Angebote mit leichtem Geld, die am Ende Zahlungen für Schulung, Ausrüstung oder "Kontofreischaltung" verlangen — oder Geld über Ihr Konto leiten wollen.
Wie es aussieht
- Eine Einladung über WhatsApp oder Telegram: ein paar Stunden am Tag, hohe Bezahlung, keine Erfahrung nötig.
- Die ersten Aufgaben werden tatsächlich bezahlt — kleine Beträge, um Vertrauen aufzubauen.
- Dann wird eine Zahlung fällig: Schulung, Ausrüstung, Freischaltung oder eine Einlage gegen Provision.
So erkennen Sie es
- Ein echter Job verlangt kein Geld. Arbeitgeber stellen Ausrüstung; Beschäftigte kaufen sie nicht.
- Ein Angebot ohne Gespräch und ohne Lebenslauf ist fast immer gefälscht.
- Wird eine Firma genannt, rufen Sie dort an — über eine selbst recherchierte Nummer.
- Jedes System, in das man erst einzahlen muss, um auszahlen zu können, ist eine Falle.
Was zu tun ist
- Kein Geld schicken, keine Ausweisfotos senden.
- Die Firma unabhängig prüfen: Handelsregister, Unternehmenswebsite, LinkedIn.
- Die Anzeige der Plattform melden und den Kontakt abbrechen.
Wenn es schon passiert ist
- Haben Sie gezahlt, rufen Sie Ihre Bank an und erstatten Sie Anzeige.
- Haben Sie Ausweisfotos oder ein Selfie geschickt, können damit Konten in Ihrem Namen eröffnet werden: Bank informieren, SCHUFA prüfen.
- Haben Sie fremdes Geld über Ihr Konto laufen lassen, sprechen Sie sofort mit Bank und Anwalt — Sie könnten unwissentlich Finanzagent geworden sein, und das ist ein echtes rechtliches Risiko.
- Bewahren Sie jede Nachricht und jeden Zahlungsbeleg auf.
Häufige Fragen
Die ersten Zahlungen kamen wirklich an.
Das ist der teure Teil der Masche: kleine echte Zahlungen kaufen Ihr Vertrauen, die große Forderung kommt danach. Geld bekommen zu haben macht das System nicht echt.
Ich sollte Geld empfangen und weiterleiten.
Stoppen und ablehnen. Das ist Geldwäsche und kann mit gesperrten Konten und einem Verfahren gegen Sie enden — auch bei gutem Glauben.